Erfahrung Reisebericht Köcherbaumwald Mesosaurus Namibia

Köcherbäume und Fossilien

Zurück in Namibia.

 

Südafrika und damit auch den Kgalagadi Transfrontier National Park hatten wir hinter uns gelassen und mussten uns jetzt entscheiden, wo wir die nächste Nacht verbringen wollen.

 

Unsere Wahl fiel spontan auf das Mesosaurus Fossil Camp. Und wir hatten dort wirklich eine gute Zeit.

Köcherbaum Mesosaurus Fossil Camp Namibia

Es war eine lange Fahrt zurück vom Kgalagadi Transfrontier National Park in Südafrika nach Namibia. Nach einem Game Drive am Morgen, haben wir vom Kieliekranie Wilderness Camp den Rückweg angetreten und standen nach dem Grenzübergang Mata Mata wieder uf namibischen Boden.

 

Etwas wehmütig, das muss ich zugeben. Es fällt mir nicht wirklich leicht, die National Parks zu verlassen. Aber so ist es nun mal. Unsere erste und eigentlich einzige Aufgabe des Tages bestand darin, eine Unterkunft für die Nacht zu finden. Wir wollten campen und Köcherbäume sehen, mehr brauchten wir nicht. Einmal kurz den Reiseführer gewälzt, sind wir spontan zum Mesosaurus Fossil Camp gefahren. Das Camp liegt rund 30 Kilometer vor Keetmanshoop.

 

Es war schon nach 15 Uhr als wir auf dem Parkplatz des Camps standen. Begrüßt wurden wir vom Besitzer höchstpersönlich, der unglaublich herzlich und lustig ist. Die Campsites liegen rund drei Kilometer vom den Chalets entfernt und sind - meiner Meinung nach - nur mit einem Allradwagen zu erreichen. Über Stock und Stein, hoch und runter. Unser Hilux musste ganz schön arbeiten. Wir waren die ersten Gäste am Platz und konnten uns eine schöne Site unter einem großen Kameldornbaum sichern. Inklusive riesigem Webervogelnest. Die Wasch- und Toilettenhäuser sind einfach, aber sauber. Strom gibt es an den Campsites keinen.

 

Die angebotene Führung durch den Köcherbaumwald am Nachmittag wollten wir uns natürlich nicht entgehen lassen.

 

Aber halt ....

Was sind überhaupt Köcherbäume?

Der Name "Köcherbaum" täuscht etwas: Tatsächlich handelt es sich um eine Pflanze, genauer gesagt um eine Aloe. Die Pflanzen bilden einen Stamm und können bis zu neun Metern hoch wachsen.  An den Spitzen der dicht verzweigten Äste wachsen seine schmalen bräunlich gelben Blätter, die herrzlich golden in der Abendsonne leuchten. Die Pflanzen können mehrere hundert Jahre alt werden und stehen unter Naturschutz.

 

Der bekannteste Köcherbaumwald wurde in den 50er Jahren zum Nationaldenkmal Nambias erklärt. Besuchen könnt ihr ihn, wenn ihr ein paar Kilometer weiter beim Quivertree Forest Camp unterkommt.

Köcherbaumwald Mesosaurus Camp Namibia

Die Tour ist absolut empfehlenswert und nicht nur informativ, sondern auch super lustig. Mit dem eigenen Wagen fährt man zuerst zu den Fossilien der Mesosaurus, die dem Camp seinen Namen gegeben haben. Danach geht es weiter zu den Köcherbäumen. Die Landschaft ist unwirklich und es scheint, als würde man sich auf einem anderen Planeten befinden. Nach der Tour kann man solange man will im Wald bleiben und dort den Sonnenuntergang genießen.

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