Lake Bunyonyi

Stopp am Lake Bunyonyi


Ich muss zugeben: Vor der Reise habe ich den Lake Bunyonyi einfach nur als Stopp für eine Nacht eingeschätzt. Nett, aber nicht besonders. Ich habe mich doch etwas geirrt. Die Landschaft ist ein wahrer Traum. Der See ist so ruhig, im Hintergrund sieht man die leichten Hügel und einige der 29 Inseln. Genau der richtige Ort nach einigen Tagen auf Safari.

 

Es ist möglich in dem See zu schwimmen. In Uganda ist das eine Besonderheit, da normalerweise in stehenden Gewässern die Gefahr einer Bilharziose-Infektion besteht, die nicht nett ist. Das Schwimmen ist trotzdem nicht ganz ungefährlich. Der See ist bis zu 900 Metern tief und damit der zweittiefste See Afrikas. Sprünge ins Wasser sind nich zu empfehlen, denn durch die rasche Temperaturabnahme drohen Kreislaufkollaps und Herzinfarkt. Wir sind auf Nummer sicher gegangen und haben uns ein Kanu gemietet. Naja, und auf ganzer Linie versagt. Anstatt geradeaus, drehten wir uns ständig im Kreis. Übung macht den Meister und etwas Training tat auch ganz gut. 


Insel der Bestrafung


Außerdem haben wir noch eine Bootstour über den See unternommen. Vorbei am Markt, den Fischern bei der Arbeit zuschauen und eine berühmt-berüchtigte Insel gibt es auch. Die "Akampene – Insel der Bestrafung": Sie ist klein, unscheinbar, aber auch irgendwie unheimlich. Nur ein einziger Baum steht auf der Insel, voll mit Kormoranen. Dorthin wurden früher schwangere unverheiratete Frauen gebracht und sich ihrem Schicksal überlassen. Viele sind dort gestorben, denn viele Einwohner konnten und können nicht schwimmen. Andere wurden von Fischern "gerettet" und zur Frau genommen. Der Brauch wurde erst in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts aufgegeben. Es war ein ziemlich komisches Gefühl, direkt an der Insel vorbeizufahren.

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