Queen Elizabeth National Park

Von den Schimpansen ging es weiter zum Queen Elizabeth National Park.

Die Anfahrt

 

Schon die Fahrt vom Kibale Forest zum Queen Elizabeth NP war ein echtes Highlight. Die Landschaften sind mit all ihren Seen ein wahrer Traum und lassen uns die Straßenverhältnisse schnell vergessen. Wir haben an einer Schule gestoppt und durften uns in den Klassenräumen umschauen und sogar unterrichten. Erdkunde und Fußball standen auf dem Stundenplan. Natürlich! Die Mädels fragten sich, warum ich mir denn Blumen auf die Arme male. Gute Frage! Zum ersten Mal überquerten wir auch den Äquator von Norden nach Süden.

Unterkunft: The Bush Lodge

 

Die Lodge machte ihrem Namen alle Ehre. Wieder lag sie traumhaft mit Blick auf den Fluss inklusive Hippo-Gruppen, die mit lautem Getöse auf sich aufmerksam machten. Was habe ich das vermisst. Unser Zelt war groß und schön eingerichtet. Besonders die Außenduschen waren klasse. Die Bushtoilette war etwas gewöhnungsbedürftig, da mit Sand "nachgespült" wird. Wenn ich bedenke, in welchem Land wir uns befanden und wie knapp das Gut "Wasser" hier teilweise ist, dann geht das völlig in Ordnung. Wassertoiletten sind aber auf dem Gelände vorhanden, man muss nur ein paar Meter laufen.

Große Kater


Abends hatten wir unseren ersten Game Drive und dabei unglaubliches Glück. Zwei Löwen-Männchen gabe sich die Ehre, von denen eines direkt neben unserem Auto entlang spaziert ist. Tiere scheinen manchmal einfach die Straßen zu nutzen, so wie wir es tun.

Mehr Löwen

 

Am nächsten Morgen startete der nächste Game Drive noch vorm Sonnenaufgang. Nach ein paar Metern liefen uns tatsächlich Hyänen vor die Füße. So schnell sie gekommen waren, waren sich leider auch schon wieder in der Dunkelheit verschwunden. Nur einige Minuten später gab es für uns schon wieder die nächsten Löwen zu bestaunen.  Eine Löwin mit ihrem halbwüchsigen Nachwuchs.

Fahrt auf dem Kazinga-Kanal


Die Fahrt ist auf jedem Fall mehr als empfehlenswert. Wir haben nicht nur jede Menge Büffel und Flusspferde im Wasser gesehen, sondern auch zahlreiche Vögel und Elefanten, die im Fluss getrunken und gespielt haben. Es war einfach so schön anzusehen. Auf dem Rückweg zur Lodge haben wir noch einen der berühmten Baum-Löwen gesehen, die es eigentlich nur in der Ishasha-Region des Parks gibt.

Die Ishasha-Region


Die Region des Parks ist berühmt für seine Löwen, die sich gerne mal in Bäumen aufhalten. Gesehen haben wir sie dort nicht, dafür gab es für mich ein großes Highlight: Endlich Hyänen. Eine Mutter mit ihrem Jungen. In Südafrika habe ich leider keine Hyänen gesehen, und nun aus nächster Nähe am Tag. Ich finde die Tiere so faszinierend, kann noch nicht mal genau sagen warum eigentlich.

Hippo im Garten


Schon in der ersten Nacht dachte ich, dass ich irgendetwas draußen vor dem Zelt gehört hätte. Aus lauter Faulheit bin ich aber liegen geblieben. In der zweiten Nacht war es dann deutlicher: Um 3:30 Uhr hörte ich etwas langsam vorm Zelt entlang laufen und schmatzen. Wir haben nachgeschaut und es stand ein riesiges Flusspferd in unserem Vorgarten. Das Zelt stand auf Stelzen, also sind wir - wie unsere Nachbarn - auf die Terrasse und haben dort ein Foto geschossen. Der Dicke war ganz ruhig und hat weiter gefressen. Einfach unvergesslich. Dann realisiert man dann wieder, dass man sich in der Wildnis befindet, ohne Zäune oder sonst was. Im Dunkeln ist also auch Vorsicht geboten.

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