Thornybush Game Reserve

Auf Safari im privaten Game Reserve neben dem Kruger National Park

Unterkunft: KwaMbili Game Lodge


Über die nächste Schotterpiste ging es ins Thornybush Game Reserve. Leider haben wir das Auto beim Parken etwas zerdeppert. Ein Hoch auf die Vollkaskoversicherung ohne Selbstbeteiligung. Niemals würde ich es anders machen! Die Lodge war ein Traum. Wir waren die einzigen Gäste und in einem sehr schönen Safarizelt untergebracht. Natürlich mit Badezimmer unter freiem Himmel. Die Lodge hatte außerdem noch einen Hochsitz, ein Wasserloch und – welch Luxus – einen Pool. Was braucht man mehr? Richtig: Nix. Pro Tag unternimmt man zwei Game Drives, Ausflüge in den Kruger NP wären auch möglich. Die Landschaft im Reserve ist toll. Leider hatten wir bei der ersten Safari nicht allzu viel Glück. Zumindest hat sich niemand der Big 5 blicken lassen. Gesehen haben wir Nyalas, Giraffen, Zebras, Gnus, Warzenschweine und Duiker.

Das hervorragende Abendessen gab es für uns am Lagerfeuer unter freiem Himmel. Einen Gast hatten wir auch. Das ansässige Stachelschwein sagte kurz „Hallo“ und verschwand wieder ohne Essen abgreifen zu können in der Dunkelheit. Nach einem Glas Wein sind wir dann ins Zelt. Einen Löwen haben wir beim Game Drive zwar nicht gesehen, aber dafür die ganze Nacht lang brüllen gehört. Unheimlich und schön zugleich.

Nashörner und ein Löwe


Neuer Tag, neues Safari-Glück. Südafrikanische Tage fangen früh an. Deshalb: raus aus den Federn, Zähne putzen, um 6 Uhr startete der morgendliche Game Drive. Der verlief viel besser als der erste. Drei der Big Five (Büffel, Elefant, Nashorn, Löwe, Leopard) gaben sich die Ehre. Wir haben eine Gruppe von acht Breitmaulnashörnern gesehen, was wohl ziemlich selten ist. Es ist traurig, wie viele Arschlöcher (sorry, kann ich nicht anders sagen) diese Tiere für ihre Hörner, also für jede Menge Asche, abschlachten.


Marvin, den dienstältesten Löwen im Reserve, durften wir auch bewundern. Ein wunderschönes Männchen. Im offenen Geländewagen hatten wir erst mal ein mulmiges Gefühl, weil wir nur wenige Meter von der Raubkatze entfernt waren, aber Marvin war mehr als entspannt. Ein einsames Büffel-Männchen stand auch plötzlich neben uns im Gestrüpp und sah ziemlich mitgenommen aus so ganz allein ohne Herde. Zu guter Letzt haben wir noch eine Gruppe Ground Hornbills gesehen. Der seltenste Vogel in Südafrika. Jede Sichtung muss einer Behörde gemeldet werden, damit der Bestand kontrolliert werden kann.

Bis zum nächsten Game Drive hieß es: frühstücken (wahnsinnig gut, wie das gesamte Essen in der Lodge), am Pool und am Wasserloch abhängen und natürlich Mittagessen. Ach ja, süßes Leben. Kann es nicht immer so sein?

Abends waren wir recht lange zwei Leoparden auf den Fersen, aber leider war nichts zu machen. Natur ist nun mal kein Zoo. War ja nicht die letzte Chance. Entschädigt wurden wir mit einem unvergesslichen Abendessen. Der Tisch war im Hochsitz gedeckt und das Wasserloch wurde beleuchtet. Stachelschweine, Antilopen und Zibetkatzen waren zu sehen. Herrlich. Leider war es schon der letzte Abend im Thornybush Reserve.

Beim letzten Game Drive im Thornybush Reserve hatten wir noch mal das Glück eine Gruppe Löwen zu sehen (ein Männchen mit zwei Weibchen), die im Schatten dösten. Die Lieblingsbeschäftigung von Löwen, wer kann es ihnen krumm nehmen. Nach dem Frühstück sind wir los zum Kruger NP. Es war gar nicht so einfach, sich von der Lodge loszureißen. Wäre gerne noch länger geblieben.

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