St. Lucia

Wir fuhren Richtung Süden nach St. Lucia in Kwa Zulu Natal. Willkommen in einer anderen Welt!

Das kleine Städtchen wirkt irgendwie unwirklich. Direkt am Indischen Ocean gelegen, aufgeräumt, schöne Häuser mit noch schöneren Gärten, eine Einkaufs- und Restaurantstraße. Es sieht einfach aus wie ein Ort, der nur für Urlauber gebaut wurde. Auf jeden Fall war es sehr schön und tat uns richtig gut.

Unterkunft: Elephant Coast Guesthouse


Untergekommen sind wir im Elephanft Coast Guesthouse, das von einem holländischen Ehepaar betrieben wird. Das Paar ist wirklich sehr nett und hilft bei allen möglichen Fragen und Tourbuchungen, wenn man es denn will. Das Guesthouse ist auch richtig schön mit Pool und tollem Garten. Wir hatten ein hübsches Zimmer mit Blick auf den Pool. Ach ja, süßes Leben … Kwa Zulu Natal ist eigentlich relativ regenreich, aber: Als wir dort waren hat es seit Monaten keinen Tropfen mehr geregnet. Es musste dringend Wasser gespart werden, daher gab es keine Dusche, zwischendurch keine Klospülung, aber einen Eimer mit Poolwasser. Nach dem Trip ins Swaziland hatte ich mich schon soooo sehr auf eine richtige Dusche gefreut, aber was soll man machen. Wir sind erst mal zum ewig langen Strand und danach in den Pool gesprungen. Fast so gut wie eine Dusche

Abends sind wir zur Hauptstraße gefahren mit massig Restaurants. Um es vorweg zu nehmen: Wir waren jeden Abend im Reef & Dune. Das Essen war große Klasse, die Bedienungen super nett und alles passte einfach. Am ersten Abend sind wir noch gefahren. Wir hatten zwar grundsätzlich keine Angst, aber St. Lucia ist umgeben von National Parks und Hippos grasen gerne im Dunkeln in den Gärten oder laufen auf den Straßen umher. Mit denen ist nicht gut Kirschen essen. Eher gesagt, sprich dein letztes Gebet, wenn es ein Hipoo auf dich abgesehen hat.


Nach dem Essen sind wir dann (ungeduscht) ins Bett, lesen ging ohne Strom – also Licht – dann auch nicht mehr. This is Africa and I love it …

iSimangaliso Wetland Park


Kalte Eimer-Dusche am Morgen vertreibt Kummer und Sorgen … Eigentlich ging es uns aber auch ohne fließend Wasser ganz hervorragend und wir besuchten den iSimangaliso Wetland Park direkt bei St. Lucia. Wir hatten keine besonderen Tiersichtungen, aber die Landschaft im Park ist wunderschön. Der schönste Punk ist sicherlich “Cape Vidal”. Unendlicher Strand, das Meer, traumhaft … 

Sunset Cruise


Abends wurden wir zum Sunset Cruise abgeholt. Es gab sehr viele Vogelarten zu sehen und dabei noch Hippos über Hippos und noch mehr Hippos. Wir hatten ein kleines Boot ausgesucht (beim Buchen drauf achten) und es war einfach traumhaft schön. Danach hatte uns natürlich das Reef & Dune wieder.

Hluhluwe-iMfolozi-Park


Wir sind früh los zum Hluhluwe-iMfolozi-Park. Die Trockenzeit – scheinbar ziemlich extrem in 2014 – hatte leider ihre Spuren hinterlassen. Es gab keinerlei Wasserlöcher mehr, die Landschaft sah ziemlich trostlos aus und es waren null Tiere zu sehen. Die Straßen waren teilweise unglaublich schlecht mit riesigen Schlaglöchern. Ungeteerte Straßen sind eine Sache, Schlaglöcher finde ich ganz schlimm. Doof wie wir sind haben wir uns nichts zum Frühstücken mitgenommen. Im Park selbst gibt es so gut wie keine Infrastruktur und so mussten wir uns mit Schokoriegeln und Chips begnügen. Zu allem Überfluss wurden uns die Chips von einem riesigen Pavian gestohlen. Naja, wir haben sie ihm überlassen, weil er direkt auf uns zu kam und ziemlich bedrohlich wirkte … Der Tag fing also nur so semigut an.


Wir sind danach in den Nordteil des Parks gefahren, wo die Landschaft deutlich schöner war und die Straßenverhältnisse etwas besser wurden. Die Sichtungen ließen aber leider auch zu wünschen übrig. Aber die Fahrt hat sich trotzdem gelohnt: Wir waren eigentlich schon dran vorbei gefahren, haben den Rückwärtsgang eingelegt und direkt neben der Straße stand ein Nashorn mit seinem Jungen. Die Dicken haben ganz friedlich gefressen und sich überhaupt nicht von uns stören lassen. Es war einfach toll diese wunderbaren Tiere so nah beobachten zu können. Ein wirkliches Geschenk und wieder der Beweis, dass man die besten Sichtungen hat, wenn man es eigentlich am wenigsten erwartet.

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