Kruger National Park

Zwei Nächte mit den Big Five im einem der bekanntesten National Parks der Welt

Anfahrt und der erste Game Drive


Nur rund eine Stunde dauerte die Fahrt vom Thornybush Game Reserve bis zum Orpen Gate des Kruger NP. Von dort mussten wir dann zum Lower Sabie Rest Camp. Die Fahrt dauerte zwar relativ lang, denn im Park sind höchstens 40 km/h erlaubt. Macht auch keinen Sinn schneller zu fahren, da man sonst mit Sicherheit einige Tiere übersieht oder überfährt. Die Fahrt war auf jeden Fall schon toll. Wir haben ein Nashorn, Giraffen, Hippos Büffel und endlich auch Elefanten gesehen. Die guten Spots erkennt man daran, dass schon ein paar Autos am Straßenrand stehen. Findet bestimmt nicht jeder toll, es hat schon ein kleines bisschen “Zoo-Atmosphäre”. Wir waren aber begeistert von den Tieren und uns hat es nicht gestört.

Das Camp hat eine einmalige Lage am Sabie River. Kein Wunder, dass es oft schon Monate im Vorfeld ausgebucht ist. Wir haben uns für einen Bungalow mit Flussblick entschieden. Die meisten Gäste grillen selbst, aber es gibt auch ein – wie wir finden – nettes Restaurant: Mugg & Bean. Ist eine Kette, aber wir haben es geliebt. Abends sind wir nur noch kurz zum nahegelegenen Wasserloch gefahren und haben uns das Treiben angeschaut, danach waren wir essen und haben den Blick von der Restaurant-Terrasse genossen.

Tag der Big Five


Ganz früh sind wir raus aus den Federn und auf die “Sabie-Wunderstrecke” gefahren, wie sie jetzt bei uns heißt. Im Endeffekt: raus aus dem Rest Camp und nach rechts fahren. Taddaaaa … Kurz hinter dem Sunset-Wasserloch (ca. ein Kilometer weg vom Camp) haben wir direkt am Straßenrand zwei Löwen – männlich und weiblich – gesehen. Sie sind direkt an unserem Auto vorbei gelaufen. Im ersten Moment wusste ich gar nicht, was ich machen soll. Erst im zweiten Augenblick habe ich zur Kamera gegriffen. Unglaublich schöne Tiere, die einem ganz schönen Respekt einflößen. Leider wurden sie von zwei Amis in ihrem dicken Geländewagen bedrängt. Solche Leute gibt es also auch im Park, wie wir damit feststellen mussten.

Night Drive


Danach haben wir noch Nashörner, Büffel und jede Menge Elefanten gesehen. Einer fehlte also noch im Bunde. Die Chance auf einen Leoparden zu treffen ist ziemlich klein. Besonders tagsüber. Wir haben uns also beim Night Drive von 20 bis 22 Uhr angemeldet. Mit dem eigenen Wagen darf man nach Schließung der Camp-Tore natürlich nicht mehr fahren. Ich habe sämtliche Kenntnisse der Wahrscheinlichkeitsrechnung ausgegraben. Auf zwölf Elefanten im Park (12.000) kommt ein Leopard. Wir haben eine Menge von den Grauen gesehen, also war es für mich mehr als nur logisch, dass wir auch noch den Leo erwischen. Außerdem gab es am Vorabend keine Sichtung. Eine Sichtung bei unserem Drive wurde in meinem Hirn damit noch wahrscheinlicher.


Auf der Fahrt haben wir Elefanten, Zibetkatzen, Hippos und jede Menge Bushbabys gesehen. Wir waren nach fast zwei Stunden schon wieder so gut wie beim Camp und meine Hhoffnung hatte ich bereits aufgegeben. Innerhalb von wenigen Minuten sind uns aber tatsächlich noch zwei Leos fast vors Auto gelaufen. Leider haben wir sie nur kurz gesehen, aber es sind unfassbar schöne Tiere. So nah am Camp, man glaubt es kaum. Meine Berechnung ist also voll aufgegangen. Die Big Five an einem Tag, besser geht es nicht.

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