Abstecher ins Swasiland

Unsere Reise führte uns vom Kruger NP ins Königreich Swasiland.

Auf ins Swasiland


Der Grenzübertritt verlief gut. Wir mussten uns einige Stempel holen, Papiere ausfüllen und zu verschiedenen Schaltern rennen. Ehrlich gesagt, weiß ich immern noch nicht, wofür das alles gut war. Aber es hat funktioniert. Wir haben einen kurzen Abstecher zum Supermarkt gemacht und uns dann für die Ostroute durch den Hlane NP entschieden. Da bin ich dann fast gestorben, weil ich aus Versehen das Gitter zum “Löwengehege” geöffnet habe. Lange Geschichte, vergessen wir es mal lieber schnell wieder … Am Wasserloch haben wir uns noch Hippos und Rhinos angeschaut, sind aber relativ schnell wieder abgedüst, weil es unfassbar heiß war.


Auf der Strecke hatten wir teilweise einen kleinen Kulturschock. Wir haben zwischendurch wirklich unglaubliche Armut gesehen. Überall war Müll. Es war einfach ein krasser Gegensatz zu dem, was wir in den Tagen davor gesehen hatten. Wir hatten uns irgendwann komplett verfahren. Selbst das Navi hat nicht mehr geholfen.


Unterkunft: Sondzela Backpackers


Geschlafen haben wir im Backpacker im Mlilwane NP. Dahin haben wir es in der Dämmerung auch tatsächlich noch geschafft. Eine ewig lange Autofahrt fand ihr glückliches Ende. Unser Rondavel war sehr einfach mit Gemeinschaftsdusche und -WC. Alle Leute waren dort super nett und es waren noch andere deutsche Gäste da. Im Backpacker selbst dürfen keine Einheimischen übernachten. Angeblich, damit der Prostitution dort nicht nachgegangen werden kann. Ob das der wahre Grund ist? Bin mir da nicht so sicher.


Zu Fuß durch den Park


Der Tag begann dort, wo der Abend geendet hatte: Am Lagerfeuer. Es gab Spiegeleier, Toast und Grießbrei (???) direkt vom Grill. Ich fand es super. Im Mlilwane NP gibt es keine großen Räuber, Büffel und Elefanten, so dass man den Park gut allein zu Fuß erkunden kann. Wir sind runter zum Hauptcamp und haben von dort den “Hippo Trail” genommen. Hippos haben wir zwar keine gesehen, dafür aber jede Menge Zebras, Gnus, Nyalas und vor allem Warthogs. Sie sind überall und teilweise richtig zahm. Die Landschaft im Park ist wunderschön und morgens war es noch kühl. Perfekt zum Wandern. Ich kann gar nicht genau sagen, wie lang der Trail war, aber in ein paar Stunden war er gut zu schaffen und wir hatten dabei genug Zeit für Pausen und das Genießen der Umgebung.

House On Fire


Mittags wurde es wieder heiß, also haben wir am Pool gechillt. Muss auch mal sein. Wir wollten wenigstens ein bißchen die Umgebung des Parkes erkunden und sind nachmittags zum “House on Fire” gefahren, haben dort eine Kleinigkeit gegessen und das Internet gecheckt. Man kann das “House on Fire” als Kultureinrichtung mit kleinen Läden, einem Restaurant plus Internetcafé beschreiben. Vor allem sieht man dort einen krassen Gegesatz, der uns definitiv im Gedächtnis bleiben wird: Man geht durch die Tür und sieht einen riesigen gepflegten Garten, der bewässert wird. Das Restaurant ist total schön, alles ist aufgeräumt und blitzeblank. Eine ziemlich wohlhabende Familie feierte mit zig Gästen Kindergeburtstag. Es gab einen Tisch auf dem sich die Geschenke türmten. Die Erwachsenen ließen sich eine Flasche Schampus nach der anderen an den Tisch bringen und hauten sich die Bäuche voll. Auf der Straße wiederum spielen Kinder mit dreckigen, kaputten Klamotten im Müll. Direkt vor der Tür. Es wirkte einfach nur noch total skurril und hat uns nachdenklich gemacht.

Abends saßen wir natürlich wieder am Feuer mit Essen und Bier. Am nächsten Morgen ging es für uns zurück nach Südafrika.

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